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dezember 21 |
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>>restart |
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wenn zeit ihre bedeutung verliert |
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Die Zeiten, die alles verändern, kommen unerwartet … Herausgerissen aus alltäglichem Weiß färbt sich eine Stelle unseres Lebensmeeres und breitet sich aus wie frische Tinte auf Löschpapier. Es ist die Stelle, an der wir stehen und mit jeder Sekunde sehen wir weniger Weiß.
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Es sind diese Momente, die alles in Frage stellen. Sekunden, die wir an jeder Uhr hätten kommen sehen können und die uns nichtig erschienen, bevor sie da waren. Schlichte Augen-Blicke in vorher unbekannte Seelen, kleine Schritte an einen unscheinbaren Ort, kurze Worte mit harmloser Bedeutung. Immer wieder verhält es sich so. Das jahrelange Warten auf einen großen Moment wird in einer Sekunde beendet. Es schleicht sich nicht an, ist nicht am Horizont zu sehen. Der Tropfen kommt von oben und tötet den Zustand. Wir rechneten mit der chronischen Fortsetzung des Wartens. Es muss so sein: Der allererste flüchtige Blick in die Augen unseres unerwarteten Lebenspartners, direkt nach jenem auf die Werbetafel in der U-Bahn Station - er vertreibt alle Gedanken in Sekundenbruchteilen, beschleunigt den Puls und bringt das Weiß durcheinander. Diese Magie liegt im ersten Blick auf diesen Seelengefährten, der zuvor unsichtbar gelebt hat - und plötzlich mit ganzer Kraft in unserem Leben steht. Auch der Stau und der genommene Umweg zeigt uns Bilder, die nicht gewesen wären und bringt uns vielleicht in Zeiten, die wir in diesem winzigen Moment niemals erfassen können. Oder der Anruf, der uns mit dem immergleichen Klingeln aus unbedeutenden Tätigkeiten herausreißt und uns mitteilt, dass sich gerade unser komplettes Leben geändert hat. Ein Hörer aus Plastik, ein hektisches und alltägliches „Hallo?“ und danach …
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Wie gut, dass es diese Momente gibt. All die platzenden Ballons, rollenden Münzen, |
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(C) Martin Cordsmeier, www.co-me.info |