dezember 26
stimmung: neuartig

>>restart

alles hat seine Zeit. auch die liebe.
und das gefühl für das, was man fühlen sollte.
(sergio bambaren)

wieder geht ein jahr vorbei ...
am ersten januar müssen wir neue kalender aufhängen. das bedeutet arbeit. fängt ja gut an. und 2004? was war das jetzt? positiv oder negativ? und für wen?

manche menschen brauchen jahreswechsel, um einen neuanfang zu wagen. diesen menschen mag es helfen, silvester zu feiern. jedes jahr aufs neue. andere werden mittlerweile realisiert haben, dass auch dieser “feiertag” dem untätigen zu keinen wundern verhelfen wird.

schlafende aufzuwecken gehört sicher zu den gefährlichen hobbys. und zu den schwierigen. denn es bringt sehr viele probleme mit sich. wo, beispielsweise, soll man anfangen? und welcher der schlafenden möchte überhaupt geweckt werden?

kein traum, und sei er noch so schlimm, kann uns etwas anhaben. man muss nur aufwachen und befindet sich in einer anderen realität. was viele vergessen, ist dass man dazu gar nicht geschlafen haben muss...

im traum leben ist modern. die einen träumen, sie wären glücklich. die anderen von einem schweren leben, das nicht zu ändern ist. und das ist für sie realität. nachts, im schlaf, leben sie oft das gegenteil.

die einen, die pseudo-glücklichen, träumen von etwas anderem, als das was sie haben. das wundert sie. denn sie sind ja zufrieden. sie träumen von einem anderen land, job, partner. und sie erzählen es niemandem und gestehen sich selbst nicht ein, dass dies ihr wahrer wunsch ist.

diejenigen, die so viele katastrophen erleben, die keine sind, die ihr leben angeblich nicht ändern können und die sich dadurch furchtbar unglücklich fühlen, blühen auf im schlaf. sie sehen sich in einer wunderbaren situation.

"lebe deinen traum". wie viele menschen nennen diesen satz ihr lebensmotto. und bei wie vielen ist es das tatsächlich? wie schwierig ist es, seinen "traum zu leben"? braucht es wirklich "ein ganzes leben um fünf minuten glücklich zu sein"? oder braucht es manchmal nur fünf minuten, um den rest des lebens glücklich zu sein? ein kleiner ruck, eine veränderung, die weh tut, weil sie fremdes bewirkt. und dann erleichterung, wenn man merkt, dass dieses fremde gut ist.

für wie viele menschen klingt das jetzt alles viel zu simpel? in jedem fall sollte es das nicht. denn was macht einen menschen unglücklich? was bringt ihn dazu, sich einzureden, er wäre glücklich? es gibt viele gründe, der wohnsitz, der job... und oftmals ist es, wie so oft, die liebe. eine "falsche" beziehung. nach außen heil, doch tief in sich merkt man, dass es nicht das richtige ist. eine defekte liebe zerstört alles. den alltag, die gefühle, die einstellung. und das schlimme daran ist, dass man all das erst wahr haben will, wenn es zu spät ist. danach glaubt man dann das, was man schon so lange ist: unglücklich.

wie schwer ist derartiges zu verhindern? es ist ein einziger ruck. eine trennung von gewohntem. die öffnung für neues.
in den augen einiger wird es eine weisheit sein. nicht mehr. eine weisheit, ausgesprochen von einem theoretiker. das sind diese menschen, von denen hier berichtet wurde ......

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(C) Martin Cordsmeier, www.co-me.info